Beides gehört zusammen, verbindet sich...
Heute hätte Celia unser Himmelssternchen ihren 10. Geburtstag gefeiert... ein besonderer Tag, ein Meilenstein... 10 Jahre ist es her, dass ich 5 Stunden nach der Geburt in diesen Alptraum gefallen bin... 10 Jahre in denen wir gelernt haben mit der Trauer zu leben... 10 Jahre, wo uns der Gedanke an Celia jeden Tag ein Stück begleitet... Und doch war dieser Geburtstag geprägt von so viel Frieden... die Sonne schien warm, ein leichter Windzug ging... und Benny hatte darauf bestanden, dass wir unbedingt für Celia einen Kuchen backen müssten... und so haben wir heute an Celia´s Garten Kaffee getrunken...
Die Trauer ist nicht mehr schrecklich und überwältigend... sie ist ganz leise geworden und hinterlässt doch oftmals einen heftigen Stich... so wie neulich, als Benny mich fragte, ob ich Celia denn nicht zurückholen kann, er hätte sooo gerne eine ältere Schwester...
Und immer wenn ich sehe wie sich die Windräder auf den vielen kleinen Gärten fast gleichzeitig drehen, so fühlt es sich an, als würden all diese Kinderseelen gemeinschaftlich diese Windräder anstupsen... dieses Drehen der Windräter hat mir immer ein kleines Stück Frieden gegeben... Zuversicht darauf, dass es auch nach Tod nicht zu Ende ist...
Für Benny gehört Celia zu unserer Familie und zu unserem Leben... wir haben heute mehrfach Happy Birthday gesungen und er hat mit ihr (Celia´s Wind) gemeinsam die Geburstagskerzen ausgeblasen... Es kam dann noch eine andere Mutter mit Kind, die ebenfalls etwas vom Geburtstagskuchen abbekamen...
Aber wie geht man damit im (all)täglichen Leben um... die Frage "Ist denn Benny das einzige Kind" stimmt mich immer nachdenklich... meine Antwort fällt unterschiedlich aus... je nachdem wie Nahe ich dem Menschen gegenüber stehe...
Am Dienstag kam Benny mit der Aufgabe nach Hause, Bilder der Familie für einen Family-Tree zusammenzustellen, der dann in der Schule erstellt werden soll... neben den Katzen und den Fischen soll natürlich auch Celia dort mit rauf... er wollte eigentlich das Bild von ihr mitnehmen, welches auf meinem Schreibtisch steht, aber das wollte ich nicht... denn da war sie schon gestorben ... wir haben uns nun auf den Kompromiß geeinigt, dass ich ihm ein kleines Bild von Celias Grabstein ausgedruckt habe, welches er aufkleben will... Für ihn ist es so selbstverständlich...
In Tagen wie diesen ist das "
Was wäre wenn..." wieder allgegenwärtig... und der 1. September leitet für mich auch immer den gefühlten Herbst ein... die Zeit des Nachdenkens, des leisen Abschiednehmens, des Sich-Besinnens auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben... dieses Jahr in einem ganz besonderen Maße...
Nachdenkliche Grüße